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Sabrina Dittus: Heidegger und das Paradox des Subjekts
Würzburg: Königshausen & Neumann 2015.

Die Debatte um das Subjekt wird maßgeblich von zwei scheinbar unvereinbaren Perspektiven bestimmt: Entweder das Subjekt wird als „Grund von“ und „Bedingung für“ oder als „Produkt“ und „Effekt von“ (Macht-)Strukturen gedacht. Diese Untersuchung führt beide Perspektiven zusammen, indem sie sie in die paradoxale Verfasstheit des Subjekts selbst zurückführt: Das Paradox des Subjekts liegt in der Gleichzeitigkeit von (Subjekt-)Werden und (Subjekt-)Sein begründet. Die Frage, auf die sich diese Untersuchung konzentriert, lautet daher: Wie ist es möglich, daß sich das Subjekt in seinem Sein durch die Intervention in jene Bedingungen behauptet, denen es in seinem Werden unterworfen ist.
In einer detaillierten Lektüre von Sein und Zeit wird gezeigt, inwiefern Heideggers Insistenz auf der Zukünftigkeit und irreduziblen Potentialität des Daseins das Paradox des Subjekts zu begreifen hilft. Zugleich entwickelt die Arbeit eine radikale Kritik der Heideggerschen Konzeption, die ihr Potential dort verwirkt, wo sie in Kategorien des Schicksals, des Volkes und der (geschichtlichen) Mächtigkeit des Ursprungs argumentiert. In der Suche nach immer noch ursprünglicheren Fundamenten verfängt sich die Konzeption in einer Aporie und letztlich einem kulturellen Determinismus, der auch in der Bestimmung der Leiblichkeit und Geschlechtlichkeit des Daseins zum Tragen kommt.

361 Seiten, Broschur, Format 15,5 x 23,5 cm
Epistemata Philosophie, Bd. 295
Erscheinungstermin: 1. Quartal 2015
€ 49,80 · ISBN 978-3-8260-1997-5


Publikationen & Vorträge

Sabrina Dittus

S. Dittus: Heidegger und das Paradox des Subjekts, Würzburg: Königshausen & Neumann, 2015

S. Dittus u.a.: Decolonizing Research. Wissenschaftler, Künstler und Praktiker berichten über ihre Wissens- und Erkenntnisproduktionen: Tisch-Gespräche, „Global Prayers. Erlösung und Befreiung in der Stadt“, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 16.11.2013

S. Dittus: „When you are in an environment like Lagos, you need a connection to something higher …“.  Ade Bantu in Conversation mit Sabrina Dittus, in: Jochen Becker et al (eds.), Global Prayers: contemporary Manifestations of the Religious in the City, Zurich: Lars Müller Publishers, 2013, 368-375

S. Dittus, Radio-Interview zu dem Film „StadtGebete. Die Neuerfindung der Religion in der Stadt“, in „Fa­zit“, D-Radio Kultur 20.8.2013

Susanne Kappesser

S. Kappesser: Radikale Erschütterungen. Körper- und Gender-Konzepte im neuen Horrorfilm, Bertz + Fischer Verlag, erscheint im Mai 2016

S. Kappesser: „From the seer to be seen“. Wie Medialität und Blickkonstruktionen in Caché Weißsein sichtbar machen, Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Bd. 12 2015

S. Kappesser: „Jenifer“ von Dario Argento, Bertz + Fischer Verlag 2013

S. Kappesser: Körper-Transzendenz. Postsexuelle Körper in Martyrs, Navigationen – Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften 2012

S. Kappesser: Inside. Die weibliche Körperinszenierung als transgressives Spiel mit dem Abjekten im neuen französischen Genrekino, Bertz + Fischer Verlag 2012

S. Kappesser: Tagungsvortrag über den postsexuellen Körper im französischen Genrefilm, Universität Siegen 2011

S. Kappesser: Gastvortrag über Horrorfilm und Medienethik, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation 2011

S. Kappesser: Tagungsvortrag über die Darstellung des weiblichen Körpers in Inside, Johannes Gutenberg-Universität Mainz 2010

Aktuelles


23. Okt.: „We Are Here. Young Gaza on Stage“ läuft auf dem Boston Palestine Film Festival.


13. Okt.: „Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza“ (orig. „We Are Here. Young Gaza on Stage“) läuft auf dem Arabischen Filmfestival in Tübingen, Beginn 18 Uhr, anschliessend Filmgespräch.


10.-12. Okt.: „Milliarden für den Stillstand“ läuft auf dem Entwicklungspolitischen Filmherbst 2017 Baden-Württemberg – am 10. in Weinstadt (Kommunales Kino), am 11. in Bad Waldsee (seenema Stadtkino), am 12. in Tübingen (Club Voltaire), Beginn 19.30/20.00 Uhr, mit anschliessendem Filmgespräch.


26. Sept: „Milliarden für den Stillstand“ läuft im naxos-Kino, Frankfurt/M., Beginn 19.30 Uhr, anschließend Q&A.


23. August: „Milliarden für den Stillstand“ läuft auf der globaLE, dem globalisierungskritischen Filmfestival in Leipzig, im Open-Air-Kino auf der Wiese im Richard-Wagner-Hain, anschließend Q&A.


Juli/August: „Wir sind hier: Vorhang auf für Gaza“ läuft auf dem Internationalen Fünf Seen Filmfestival: am 30.7. um 19Uhr in Gauting, 31.7. um 19Uhr und 01.8. um 18Uhr in Starnberg in der Schlossberghalle, anschließend Q&A.


2. Juli: „Milliarden für den Stillstand. Die Rolle der EU im Nahost-Konflikt“ läuft im nbk (Berlin) im Rahmen der Ausstellung „Conditions of Political Choreography, Beginn 20.30 Uhr.


13. Mai: „Milliarden für den Stillstand“ wird im Fernsehworkshop Entwicklungspolitik in Frankfurt/Main gezeigt, Beginn 16 Uhr, Haus am Dom.


23./24. März: Brotfabrik Berlin zeigt „Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza“, 18 Uhr, anschliessend Publikumsgespräch.


2. Feb.: Deutschland-Premiere von „Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza“ in Berlin, Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, 19 Uhr, mit Q&A nach dem Film.