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StadtGebete. Die Neuerfindung der Religion in der Stadt

Dokumentation, D/TR/NG 2012, 58 Min. | Buch und Regie: Sabrina Dittus | Status: Realisiert
Kamera: Sami Karim | Schnitt: Christopher Kaps | Produktion: Pepperlint Film & arte | Erstausstrahlung: Arte 20.8.2013 | Redaktion Arte: Martin Pieper


SYNOPSIS

Neue religiöse Bewegungen boomen. Ein Grund dafür ist der weltweite Wandel der Religionen. Glaube und Religion sind nicht mehr Phänomene, die hauptsächlich in ländlichen Regionen zu finden sind. Im Gegenteil: gläubig zu sein, ist heute hip. Die Religion zieht in unsere Metropolen und verändert das urbane Leben: quer durch alle Religionen und über den gesamten Globus verteilt. Die Religion wird heute in der Stadt neu erfunden. „StadtGebete“ blickt auf die neuen, urbanen Formen des Glaubens und der Religion in Berlin, Istanbul und Lagos.

 

Berlin galt lange als „Welt-Hauptstadt des Atheismus“. Heute feiern freikirchliche christliche Gemeinden in die hippsten Locations der Stadt, in Kinos, Theatern, Nachtclubs und co-working spaces, sonntägliche Gottesdienste. Ihr Klientel: Akademiker/innen, Künstler/innen, Medienschaffende.
In Istanbul, am Rande der Stadt, entstand in den 90iger-Jahren die gated community Basaksehir. Heute leben dort bereits über 60.000 Menschen, abgeschirmt von der restlichen Stadt, traditionell lebende religiöse Muslime, die ihren religiösen Lebensstil mit den Vorzügen des modernen, gehobenen Lifestyles verbinden wollen.
Unweit von Lagos, in Nigeria, errichtet Nigerias größte Pfingtskirche eine eigene „Stadt Gottes“, ganz nach dem Vorbild des Vatikans. In ihrem Zentrum steht das „Auditorium“, fast 2 Kilometer lang und 1 Kilometer breit. Hier findet regelmäßig einer der größten Gottesdienste der Welt statt, mit beinahe einer Millionen Gläubigen. 7.000 Gemeinden zählt die Kirche allein in Lagos, über 24.000 in ganz Nigeria.

 

Zunehmend greifen neue religiöse Bewegungen in politische, ökonomische und soziale Strukturen der Metropolen ein. „StadtGebete“ geht der Frage nach, inwiefern sich dadurch die Städte, aber auch die religiösen Bewegungen selbst verändern. Wird das urbane Leben religiöser, die Religionen säkularer werden? Die post-säkulare Stadt ist bereits Realität. Aber was bedeutet das genau?


FESTIVALS & SCREENINGS

  • Premiere: iRep, International Filmfestival Lagos, Nigeria, März 2013
  • Naxos Kino Frankfurt, Dezember 2013
  • Vivisect, Human Rights Filmfestival Novisad, Serbien, Dezember 2013
  • Religion Today Film Festival, September 2014

PREISE / AWARDS

„Changes“ award auf dem Religion Today Film Festival 2014, Trento, Italien.


LINKS

www.globalprayers.info



Aktuelles


23. Okt.: „We Are Here. Young Gaza on Stage“ läuft auf dem Boston Palestine Film Festival.


13. Okt.: „Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza“ (orig. „We Are Here. Young Gaza on Stage“) läuft auf dem Arabischen Filmfestival in Tübingen, Beginn 18 Uhr, anschliessend Filmgespräch.


10.-12. Okt.: „Milliarden für den Stillstand“ läuft auf dem Entwicklungspolitischen Filmherbst 2017 Baden-Württemberg – am 10. in Weinstadt (Kommunales Kino), am 11. in Bad Waldsee (seenema Stadtkino), am 12. in Tübingen (Club Voltaire), Beginn 19.30/20.00 Uhr, mit anschliessendem Filmgespräch.


26. Sept: „Milliarden für den Stillstand“ läuft im naxos-Kino, Frankfurt/M., Beginn 19.30 Uhr, anschließend Q&A.


23. August: „Milliarden für den Stillstand“ läuft auf der globaLE, dem globalisierungskritischen Filmfestival in Leipzig, im Open-Air-Kino auf der Wiese im Richard-Wagner-Hain, anschließend Q&A.


Juli/August: „Wir sind hier: Vorhang auf für Gaza“ läuft auf dem Internationalen Fünf Seen Filmfestival: am 30.7. um 19Uhr in Gauting, 31.7. um 19Uhr und 01.8. um 18Uhr in Starnberg in der Schlossberghalle, anschließend Q&A.


2. Juli: „Milliarden für den Stillstand. Die Rolle der EU im Nahost-Konflikt“ läuft im nbk (Berlin) im Rahmen der Ausstellung „Conditions of Political Choreography, Beginn 20.30 Uhr.


13. Mai: „Milliarden für den Stillstand“ wird im Fernsehworkshop Entwicklungspolitik in Frankfurt/Main gezeigt, Beginn 16 Uhr, Haus am Dom.


23./24. März: Brotfabrik Berlin zeigt „Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza“, 18 Uhr, anschliessend Publikumsgespräch.


2. Feb.: Deutschland-Premiere von „Wir sind hier. Vorhang auf für Gaza“ in Berlin, Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, 19 Uhr, mit Q&A nach dem Film.